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Gerätschaften "Tiefbauunfälle"

Tiefbau- oder Verschüttungsunfälle kommen zum Glück selten vor. Wenn aber, dann ist es oft problematisch, da diese sehr komplex und gefährlich (vor allem auch für die Helfer) sind. Die dafür erforderliche spezielle Technik und Taktik/Ausbildung ist bei den Feuerwehren in der Fläche oft nicht schnell genug verfügbar. Seitens der Feuerwehr Luhe hat man sich in den letzten Monaten nun auch auf dieses Szenario vorbereitet. Einige Mitglieder konnten dazu bei Heavy Rescue Germany eine spezielle Ausbildung absolvieren. Grundlage bildet dabei ein System aus den USA, welches viel schneller als das bisher in Deutschland geschulte System eine Baugrube sichert. An Technik stehen bereits Paratech-Rettungsstützen bei der FF Luhe zur Verfügung. Diese dienen der Verstrebung eines Rettungsverbaus. Nun konnte durch eine Spende der Arnold Moebelmanufaktur GmbH & Co KG Finest Interiors das noch fehlende Glied in der Ausrüstungskette in Dienst gestellt werden. Vier sogenannte Rettungstafeln und zwei kleinere HLF-Rettungstafeln aus Siebdruckplatten wurden von Geschäftsführer Martin Kick an die Feuerwehr Luhe übergeben. Mittels CNC-Fräse wurden dabei auch schon alle Bohrungen, Griffe usw. eingearbeitet. Lediglich die Holzbohlen müssen in den nächsten Tagen noch ergänzt werden damit der Rüstsatz Tiefbauunfall komplett ist. Diese Tafeln dienen dem schnellen Abstützen von z.B. Seitenwänden von Gruben. Sie werden von oben in die Grube hinabgelassen und dann durch die Paratech Druckluftstützen gegen die Wand gepresst und verhindern so ein weiteres Abrutschen. Kommandant Daniel Müller bedankte sich bei der Firma Arnold für die unkomplizierte Hilfe.

Gerätschaften "Schwerer / Leichter Sicherheitstrupp"

Ein Sicherheitstrupp, der nur die notwendige Ausrüstung zum Auffinden sowie eine Möglichkeit zur Luftversorgung und Crashrettung von verunfallten oder in Not geratenen AGT mitführt, um schnell voran zu kommen.

Der leichte Sicherheitstrupp ist der gemäß FWDV7 geforderte Sicherheitstrupp, der bei jedem Innenangriff bereitzustehen hat.

Grundsätzlich ist der Wassertrupp (Stärke 1/1) des LF der erste leichte Sicherheitstrupp.

Der leichte Sicherheitstrupp (=Wassertrupp) hält sich an einem definierten Ort (Verteiler, Geräteablage) auf und steht bereit.

Die Ausrüstung für den leichten SiTr liegt auf der Geräteablage bereit, zusätzlich zum Standard:

  • Wärmebildkamera (WBK)
  • Atemschutznotfalltasche (Luftflasche mit Druckminderer und LA, RespiHood, Schere,
  • Bandschlinge)
  • Halligantool oder FW-Axt
  • C-Schlauchpaket mit Hohlstrahlrohr und Tragekorb (bereits an Verteiler angeschlossen und in Bereitschaft)
  • 100m Führungsleine als Rückwegsicherung

 

Der schwere Sicherheitstrupp steht nicht grundsätzlich bereit.

Es muss jedoch gleich in der Anfangsphase ein schwerer Sicherheitstrupp von einer anderen Einheit benannt werden!

In der Regel ist dies der Wassertrupp des zweiten eintreffenden [H]LF.

Seine Aufgabe ist vornehmlich die Rettung und der Transport eines verunfallten AGT ggf. mit schwerem Gerät sowie ggf. die Unterstützung bei der Suche und Versorgung.

  • Halligantool oder FW-Axt
  • Schleiftrage
  • Ggf. weiteres Werkzeug nach Lage
  • Ggf. Wärmebildkamera (WBK)
  • Führungsleine 100m
  • Schlauchpaket mit Hohlstrahlrohr, Tragekörbe

 

Bei größeren Einsätzen kann idealerweise auch ein komplettes SchnellEinsatzTeam (SET) / Atemschutznotfallstaffel (ANTS) in Bereitstellung stehen.

Hierfür bietet es sich an eine Staffel oder Gruppe mit mind. 4 AGT samt Fahrzeug (mind. 1.000l Löschwasser) in Bereitstellung zu halten.
Dies ist nicht mit der normalen Taktischen Reserve zu verwechseln!
Das SET / ANTS Team sollte an Mindestausrüstung verfügen:

  • Vier PA
  • Wärmebildkamera
  • Atemschutznotfalltasche
  • Schleif- oder Schleifkorbtrage
  • Notfalltasche
  • Defi

Weiterhin sollen die Geräteträger für die Notfallrettung geschult sein.